Im April war ich mit meinem Schatz auf der Fahrradmesse in Düsseldorf, um ein Pendler-eBike für sie auszusuchen. Nach Recherchen im Vorfeld standen Ampler und Geero ganz oben auf der Liste.

Bei ihr wurde es letztendlich ein Geero. Die Ampler-eBikes schieden für sie wegen schlechterer Bedienbarkeit aus.
Update: inzwischen hat sich gezeigt, dass die Qualität der Komponenten und des Rahmens deutlich schlechter ist als bei Coboc oder Desiknio. Das war von vornherein klar und ist eben dem deutlich kleineren Preis geschuldet.

Ich brauche ja definitiv kein eBike, wenn ich aber schon mal da bin fahre ich die Teile natürlich Probe. Spontan begeistert haben mich die Räder von Ampler, Coboc und von Desiknio.

Desiknio bietet schlanke Bikes mit Hinterrad-Nabenmotor sowie Pinion-Getriebe im Tretlager. Genial! Aber leider auch sehr sehr hochpreisig. Noch dazu sind die grössten Rahmen ein paar Zentimeter zu niedrig für mich. Weiterhin ist der Akku etwas kleiner, das ist dem schlankeren Unterrohr geschuldet.

Ampler ist sehr günstig und hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, besonders als Singlespeed mit Riemenantrieb. Auch hier war der grösste Rahmen eindeutig zu klein für mich.

Die Coboc-One Reihe stand den Desiknios in fast nichts nach. Ebenfalls sehr schick, zwei Mü weniger schick als die Desiknios, Singlespeed (beim Coboc One Rome) anstatt Pinion-Getriebe, dafür die grössten Rahmen im Testfeld und ein nicht zu kleiner Akku. Der Preis … oberhalb meiner Schmerzgrenze … aber ich brauch ja auch kein eBike.

Das Testgelände in Düsseldorf war flach, Singlespeed fahren war klasse, gern hätte ich jedoch gewusst, wie ich mit so einem Teil mit Motor steile Berge hochkomme.

Kürzlich flatterte ein Newsletter ins Postfach, darin das Jubiläums-Sondermodell Coboc One Rome 527 zu einem Preis knapp unterhalb meiner Schmerzgrenze. Habe einen schnuckeligen Laden in Stuttgart entdeckt, wo ich eine Probefahrt hoch nach Degerloch machen konnte … das ging mit ein wenig Fleiss und Schweiss richtig gut. Zurück im Laden war klar … ich MUSS spontan zuschlagen! Nicht dass ich noch eine Nacht drüber schlafe und feststelle … ich brauch ja kein eBike!

Erste Ausfahrten waren richtig geil, allerdings war die Akku-Reichweite eher bescheiden. Da sich die Stärke der Unterstützung per App konfigurieren lässt (inzwischen sind nach einem Firmware-Update zwei Unterstützungs-Profile möglich) spielte ich mit den Parametern herum, erhöhte nebenbei (nach längerer Radfahrabstinenz) die eigene Leistung und komme inzwischen auch Richtung Schwarzwald auf genügend Reichweite. Bei längeren Touren muss ich eben konsequent mit mehr Eigenleistung fahren, was inzwischen auch wieder richtig Spass macht. So kamen schon Touren mit über 150 km zusammen, ohne dass der Akku leer war.

Das Tolle ist, dass sich das Rad auch ohne Unterstützung sehr leicht fahren lässt (ausser, es geht steil den Berg hoch). Oberhalb von 25 km/h rollt es wie ein normales Fahrrad, nichts bremst, nichts fühlt sich nach trägem schweren eBike an. Einfach nur geil!

Inzwischen habe ich noch Curana C-Lite 40mm Schutzbleche nachgerüstet. Die Montage war etwas fummelig, das Ergebnis dafür richtig klasse …

Fazit

Begeisterung pur! Das Coboc hat mir die Freude am Radfahren zurückgebracht, inwischen hab ich auch meine anderen Räder wieder aus dem Keller geholt, flott gemacht und erobere die Welt wieder auf zwei Rädern.

Schade schade schade, ein halbes Jahr nach dem Kauf entdeckte Sportsfreund Timo das Coboc Brooklyn (mit Gates Carbonriemen) auf der Radmesse in München (auf der Suche nach einem eBike für seinen Schatz) … reduziert unter meine preisliche Schmerzgrenze … wo ich doch sooooooooooo gerne mal einen Riemenantrieb gehabt hätte.

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